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Graciela Barahona Leal
Luis Emilio Recabarran (1876-1924)
Publizist, Gewerkschafter und Politiker Gründer der chilenischen Gewerkschaftspublizistik
Reihe: Kommunikation: Forschung und Lehre
Bd. 4, 1993, 275 S., 30.90 EUR, 30.90 CHF, br., ISBN 3-89473-833-2


Seine Anhänger nannten ihn "Vater der chilenischen Arbeiterpresse", seine Gegner "Säer des Hasses". Auf Kundgebungen versuchte er durch seine Reden, die er anfangs unter das Motto "Heute zwei, morgen vier" stellte, möglichst viele Anhänger für die Sache zu gewinnen.
Während der Regierungszeit der Volkseinheit in Chile von 1979 bis 1973 wurde Luis Emilio Recabarren zum ersten Mal (posthum) geehrt, indem der Rundfunksender der Dachgewerkschaftseinheitszentrale "Central Unica de Trabajadores" nach ihm benannt wurde. Später versuchte die chilenische Militärdiktatur (1973 bis 1990), seinen Namen und die mit ihm verbundene Geschichte der chilenischen Arbeiterbewegung im ersten Viertel unseres Jahrhunderts für immer auszulöschen.
Heute noch, 70 Jahre nach Recabarrens Tod, sind viele Aspekte seines Wirkens unerforscht, obwohl sich Legenden um Recabarren in Chile ranken und diese lebendig und populär geblieben sind.
Wer war dieser Mann, der viele Jahre verfolgt wurde, welche Rolle spielte er während der bewegten Jahre der Formierungsphase der chilenischen Arbeiterbewegung, welche sozialen Ideen europäischer Herkunft wurden in der chilenischen Gesellschaft praktisch umgesetzt und welche kulturellen Produkte wurden entwickelt? Die Autorin beantwortet in ihrem Werk den Fragenkatalog umfassend und stellt das Wirken Recabarrens in seinem politischen, wirtschaftlichen und sozialen Kontext ausführlich dar.





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