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Thomas Düllo
Zufall und Melancholie
Untersuchungen zur Kontingenzsemantik in Texten von Joseph Roth
Reihe: Zeit und Text
Bd. 5, 1994, 371 S., 30.90 EUR, 30.90 CHF, br., ISBN 3-89473-819-7


Joseph Roth - ein vermeintlich unmoderner Autor, ein kulturpessimistischer Kritiker der Weimarer Republik, ein melancholischer und rückwärtsgewandter Verklärer der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie während seines Exils? Gegenüber diesem geläufigen Urteil wird in der vorliegenden Monographie ein anderer Joseph Roth, ein neuer im bekannten kenntlich. `Zufall und Melancholie' fragt danach, wie ein sensibler Traditionalist den Kontingenzdruck der Moderne literarisch und ästhetisch meistert. Damit werden Roths neusachliche und kulturkritische Texte, die moderner anmutenden Flaneurs- und Stadttexte, die filmkritischen Schriften und die Darstellungen des melancholischen Klimas der Doppelmonarchie in neue Horizonte gerückt.
Die Schlüsseltexte dieser problemgeschichtlichen Arbeit über die Zufalls- und Melancholiesemantik in Roths Werk bilden der frühe Roman `Die Rebellion', die neusachliche Erzählung `April' und die `Geschichte der 1002. Nacht' sowie einige Denkbilder aus den zwanziger Jahren.

Über den Autor
Thomas Düllo, geb. 1954, Studium der Germanistik, Philosophie, Erziehungswissenschaft und Kunstgeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Erstes Staatsexamen 1982, Zweites Staatsexamen 1985, Promotion im Sommer 1991, Tätigkeiten als Lehrer und freier Journalist, seit 1990 Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Angewandte Kulturwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.






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