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Klaus Arnold
Kalter Krieg im Äther
Der Deutschlandsender und die Westpropaganda der DDR
Reihe: Kommunikationsgeschichte
Bd. 16, 2002, 752 S., 45.90 EUR, 45.90 CHF, br., ISBN 3-8258-6180-5


Während in der Zeit des Kalten Kriegs die Grenze zwischen den beiden Teilen Deutschlands immer undurchlässiger wurde, versuchten Radiosender die Menschen im jeweiligen anderen deutschen Staat zu erreichen und für das eigene System zu gewinnen. Auf der DDR-Seite übernahm diese Aufgabe insbesondere der Deutschlandsender. Die Untersuchung zeichnet auf der Grundlage von umfangreichem Archivmaterial die bewegte Geschichte dieses Senders im deutsch-deutschen Ätherkrieg nach. Sie zeigt, daß die SED-Propaganda gegenüber Westdeutschland vor allem darauf basierte, die Bundesrepublik als einen von wirtschaftlichen Krisen geschüttelten, nach außen aggressiven und nach innen diktatorisch verfaßten Nachfolgestaat von Nazi-Deutschland darzustellen. Obwohl sich die Bundesrepublik in den beiden Jahrzehnten nach 1950 erst ansatzweise der schrecklichen Vergangenheit stellte, war dieses Bild für die meisten Westdeutschen doch zu stark von der Wirklichkeit entfernt. Die Rundfunkpropaganda blieb somit trotz großer Anstrengungen ohne entscheidende Erfolge.

Klaus Arnold ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Journalistik II der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.





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