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Erwin B. Boldt
Die verschenkte Reform
Der Neuaufbau der Hamburger Polizei zwischen Weimarer Tradition und den Vorgaben der britischen Besatzungsmacht 1945-1955
Reihe: Veröffentlichungen des Hamburger Arbeitskreises für Regionalgeschichte (HAR)
Bd. 12, 2002, 408 S., 30.90 EUR, 30.90 CHF, gb., ISBN 3-8258-5945-2


"Die verschenkte Reform" behandelt den Neuaufbau der Hamburger Polizei nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei geht es um die Frage, warum die Pläne der Briten gescheitert sind, nach 1945 eine dezentrale, in die Bevölkerung eingebundene, unabhängige und in jeder Hinsicht neutrale zivile deutsche Polizei zu schaffen.

Die oft als Ursachen für den Misserfolg genannten weiterbestehenden Einflüsse des Nationalsozialismus verneint der Autor für Hamburg. Die hier von den Briten eingesetzten Polizeiführer waren überzeugte Demokraten, die ab 1933 politisch gemaßregelt und verfolgt wurden, jedoch von ihren Berufs- und Lebenserfahrungen insbesondere während der Weimarer Republik geprägt waren.

Aus britischer Gefangenschaft entlassen, wurde Erwin B. Boldt (Jahrgang 1926) im Herbst 1945 Polizeianwärter in Hamburg. Als Ltd. Polizeidirektor und Leiter der Landespolizeischule Hamburg ging er 1986 nach über 40 Dienstjahren in Pension.





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