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Lydia Bendel-Maidl
Tradition und Innovation
Zur Dialektik von historischer und systematischer Perspektive in der Theologie. Am Beispiel von Transformationen in der Rezeption des Thomas von Aquin im 20. Jahrhundert
Reihe: Religion - Geschichte - Gesellschaft
Bd. 27, 2004, 608 S., 45.90 EUR, 45.90 CHF, br., ISBN 3-8258-5589-9


Fragen wir in der Gegenwart, wie eine zeitsensible Theologie aussehen könnte, so ist eine wichtige Spur die selbstkritische Vergewisserung des Weges katholischer Theologie im 20. Jahrhundert. Zentrales Feld der Transformationen, dem sich die vorliegende Studie widmet, war die lehramtlich vorgeschriebene Rezeption der Philosophie und Theologie des Thomas von Aquin. Als kardinale Aufgabe im Horizont der Moderne stellte sich die Wahrnehmung der eigenen geschichtlichen Relativität. Sie wurde eingelöst, plakativ formuliert, im Umbruch von einer neuscholastischen Theologie mit einer gegenweltlichen Mentalität zu einer Theologie der "Zeichen der Zeit", die in dialogischer Zeitgenossenschaft steht.

Die Reflexionen zum Verhältnis von Historiographie und Systematik in der Theologie sind ein Beitrag zur virulenten Frage nach der Einheit der theologischen Disziplinen.





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