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Winfried Bergmeyer
Landgraf Karl von Hessen-Kassel als Bauherr - Funktionen von Architektur zwischen Vision und Wirklichkeit
Reihe: Oktogon - Studien zu Architektur und Städtebau
Bd. 17, 1999, 334 S., 30.90 EUR, 30.90 CHF, br., ISBN 3-8258-4061-1


Landgraf Karl von Hessen-Kassel (1654 - 1730) gab seiner Residenzstadt Kassel mit dem künstlichen Wasserspiel am Karlsberg, der Karlsaue und der Oberneustadt ein glanzvolles Erscheinungsbild. Seine architektonischen Ideen aber gingen weit über das hinaus, was aus finanzieller Sicht möglich war. Zahlreiche Projekte existierten nur auf dem Papier und als - heute leider nicht mehr greifbare - Modelle aus Holz, Papier und Stuck. Die Mehrzahl dieser Entwürfe sind Variationen des "Zentralbau"-Themas, die Spanne vom kleinen Lusthaus bis zur weitläufigen Schlossanlage abdeckend.

Die Faszination dieses Themas als Objekt der architektonischen Erfindungslust lässt sich in ganz Europa wiederfinden, als Obsession des sächsischen Kurfürsten August des Starken wie auch als Themenstellungen in den Wettbewerben der Accademia di San Luca in Rom.

Ausgehend von einer Analyse der adligen Architekturerziehung, des Einflusses der "architectura militaris" auf die "architectura civilis" und der Repräsentationsqualitäten ungebauter Architektur wird in dieser Untersuchung der Frage nach den Intention der Beschäftigung mit den "Zentralbauten" am Beispiel des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel exemplarisch nachgegangen.





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