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Ingrid Rügge, Bernd Robben, Eva Hornecker, F. Wilhelm Bruns
Arbeiten und begreifen: Neue Mensch-Maschine-Schnittstellen
Reihe: Arbeitsgestaltung - Technikbewertung - Zukunft
Bd. 9, 1998, 208 S., 20.90 EUR, 20.90 CHF, br., ISBN 3-8258-3850-1


Welche Bedeutung hat eine unmittelbare und vielsinnige Wahrnehmung und Handhabung technischer Prozesse für deren Verständnis und Beherrschung? Durch die zunehmende Virtualisierung von Produkten und Produktionsprozessen, hier verstanden als Illusionserzeugung durch vielseitige computerstimulierte Sinnesreizungen, gewinnt eine Forschungsperspektive an Aktualität, die sich in den 80er Jahren unter dem Titel "Vom Handrad zum Bildschirm" kritisch mit dem Verlust von Prozeßnähe, emotionalem Einlassen und assoziativem Vorgehen, kurz dem subjektivierenden Arbeitshandeln an neuen rechnergesteuerten Werkzeugmaschinen und Automaten, auseinandersetze. Eine objetivierende, distanzierende, wissenschaftlich dominierte Computergestaltung schafft Systeme, die eine ebensolche Haltung bei ihrem Gebrauch erzwingen und damit wichtige Fähigkeiten des Menschen ausgrenzen. So die damals auch empirisch unterstützte These. Die daraus abgeleitete Forderung an SystemgestalterInnen war, Maschinen zu bauen, die ein subjektivierendes, erfahrungsorientiertes Arbeiten ermöglichen. Weil das Haptische hierbei eine zentrale Rolle spielt, haben InformatikerInnen, Ingenieure, PsychologInnen und Pädagogen mehr oder weniger greifbare und begreifbare Systeme entwickelt. Daraus entstand die hier veröffentlichte Auseinandersetzung um Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten in virtuellen und realen Welten, um Brücken und Einbahnstaßen zwischen diesen, um Subjektivität und Identität, um Sinn und Sinne, also eine Auseinandersetzung auf philosophischer, psychologischer, soziologischer, technischer und pädagogischer Ebene.





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