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Michael Behnen
Die USA und Italien 1921-1933
Reihe: Studien zu Geschichte, Politik und Gesellschaft Nordamerikas/ Studies in North American History, Politics and Society
Bd. 4, 1998, 800 S., 50.90 EUR, 50.90 CHF, br., ISBN 3-8258-3450-6


Diese Monographie stellt die Beziehungen zwischen den USA und dem faschistischen Italien in den 1920er Jahren und während der Weltwirtschaftskrise auf politischem, finanziellem und wirtschaftlichem Gebiet in einen multinationalen Zusammenhang. Die übergreifende Perspektive ist gegeben durch die Stichworte Kriegsschulden-Abkommen / Währungsstabilisierung / wirtschaftlicher Aufschwung, die einem politischen Isolationismus entgegenstanden.

Der Band schildert die z. T. begeisterte Zustimmung verschiedener Teile der amerikanischen Gesellschaft zum faschistischen System. Führende Banken, vor allem der Ostküste, deckten große Teile des Kapitalbedarfs der italienischen Regierung, der Kommunen und der industriellen Wachstumsbranchen. Sie trugen damit erheblich zur Modernisierung des faschistischen Staates bei. Amerikanische und italienische Staatsmänner kooperierten auf internationalen Konferenzen mit dem Ziel, die Abrüstung zu verhindern und ungehindert in Übereinstimmung mit der Rüstungslobby die nationale Aufrüstung voranzutreiben. Insbesondere zeigt die Benutzung der Archive der amerikanischen, britischen, französischen und italienischen Zentralbanken, in welch enger Weise das System Mussolini mit den finanziellen und wirtschaftlichen, mit den Handels- und Rüstungsinteressen der demokratischen Großmächte beiderseits des Atlantiks verflochten war.

Michael Behnen ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Göttingen.





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