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Karl-Heinz Brosthaus
Die Plastik "Le verre d'absinthe" von Pablo Picasso im Kontext der kubistischen Skulptur
Reihe: Interpretation und Vermittlung
Bd. 4, 1997, 256 S., 35.90 EUR, 35.90 CHF, br., ISBN 3-8258-3310-0


Als bedeutende Kunstrichtung des beginnenden 20. Jahrhunderts findet der Kubismus in allen Untersuchungen zur Malerei dieser Zeit eingehende Berücksichtigung; die kubistische Plastik hingegen wird nur als Randerscheinung betrachtet und nicht genauer analysiert.

Die vorliegende Arbeit hinterfragt die Möglichkeit kubistischer Plastik und untersucht diese an Einzelbeispielen unterschiedlicher Bildhauer. Die Werkanalysen zeigen, daß die meisten plastischen Arbeiten des Kubismus - wie groß auch immer ihr Einfluß auf die Entwicklung der Plastik des 20. Jahrhunderts war - als Reliefs zu kennzeichnen sind, da sie auf einen faktisch vorhandenen oder aber angenommenen Reliefgrund hin orientert sind.

"Le verre d'absinthe", 1914 von Pablo Picasso als Serie von sechs identischen Bronzegüssen in jeweils unterschiedlicher farbiger Fassung und mit einem aufliegenden, realen Absinthlöffel geschaffen, stellt die Ausnahme innerhalb der kubistischen Skulptur dar: Diese Plastik ist rundplastisch und damit allansichtig konzipiert und gestaltet. Eine genaue Analyse ihrer formalen Ausarbeitung und der sechs hierauf abgestimmten Farbfassungen beweist dies. Die Vergleiche mit weiteren Arbeiten Picassos und anderer Künstler des Kubismus zeigen die Sonderstellung dieser Plastik auf.





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