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Anne Conrad; Arno Herzig; Franklin Kopitzsch (Hrsg.)
Das Volk im Visier der Aufklärung
Studien zur Popularisierung der Aufklärung im späten 18. Jahrhundert
Reihe: Veröffentlichungen des Hamburger Arbeitskreises für Regionalgeschichte (HAR)
Bd. 1, 1998, 272 S., 19.90 EUR, 19.90 CHF, br., ISBN 3-8258-3100-0


Sozial- und mentalitätsgeschichtliche Studien haben in den letzten Jahren das spannungsgeladene Mit- und Gegeneinander von "Volks-" und "Elitenkultur" in der Frühen Neuzeit in den Blick gerückt. Der aus einer Tagung des Hamburger Arbeitskreises für Regionalgeschichte hervorgegangene Sammelband knüpft an diese Untersuchungen an und fragt vor dem Hintergrund der Debatte um die Volksaufklärung im späten 18. Jahrundert nach den Wahrnehmungen und Projektionen der aufgeklärten Elite wie auch nach den praktischen Konsequenzen einer Popularisierung der Aufklärung.

Die Umsetzung aufklärerischer Ideen und ihre Vermittlung an das Volk war im späten 18. Jahrhundert erklärtes Ziel der aufgeklärten Gebildeten. Aufklärung erschien nicht nur als individuelles Ziel, sondern als Anstoß für gesellschaftliche Veränderungen. Konkreten ökonomischen und sozialen Reformen standen jedoch die elitäre Abgrenzung der Aufklärer und ihre Unterscheidung zwischen "wahrer" Aufklärung und dem Volk angemessener, "nützlicher" Aufklärung gegenüber. Die Fallstudien und Projektberichte des Bandes zeigen aus unterschiedlicher Perspektive die Möglichkeiten und Grenzen dieser Bestrebungen auf und thematisieren die Spannung zwischen dem Ideal der Volksaufklärung einerseits und seiner faktischen Relativierung andererseits.





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