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Marco Althaus
Die Anti-Harvards
Wie Bildungskonzerne Amerikas Hochschulwesen revolutionieren
Reihe: Bildungsökonomie
Bd. 1, 2009, 848 S., 69.90 EUR, 69.90 CHF, br., ISBN 978-3-8258-1946-0


Sie sind populär. Ihr Marketing ist aggressiv und unübersehbar. Sie setzen traditionelle Hochschulen unter Druck. Sie polarisieren die Bildungspolitik. Manche beschimpfen sie als McUniversity und Titelmühlen. Andere halten sie für das zeitgemäße Gegenmodell zur Elite-Uni, das das Bildungsversprechen für nichttraditionelle Studenten einlöst: Das sind die kommerziellen Hochschulkonzerne Amerikas.

Nach 20 Jahren Wachstum sind die privaten College-Ketten immer noch Außenseiter in der akademischen Welt. Doch die Börse liebt sie, und die großen Fonds sichern sich strategische Anteile am Zukunftsmarkt Bildung, Selbst in der Wirtschaftskrise klettern ihre Aktienkurse.

Unternehmen wie die University of Phoenix sind viele Milliarden Dollar wert. In der Zeit der Bush-Regierung wurden ihre regulatorischen Fesseln gelöst. Jetzt drängen die For-Profit-Hochschulen auf den Weltmarkt und schmieden globale Bildungsketten. In Deutschland sind sie kaum bekannt, doch kaufen sich die For-Profits längst auf den europäischen Märkten ein.

Woher sie kommen, wie sie ihre hohen Renditen erreichen, wie sie das Studium organisieren, mit wem sie konkurrieren, wer an ihnen studiert und lehrt und wie sie die Politik beeinflussen - davon berichtet dieses Buch. Es ist ein Beitrag zur Debatte um Hochschulreformen, private Alternativen in der Bildungspolitik und realistische Modelle des Lebenslangen Lernens.

Marco Althaus ist Gastprofessor für Sozialwissenschaften am Fachbereich Wirtschaft, Verwaltung und Recht der Technischen Fachhochschule Wildau.





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