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Paula Judith Buber (Georg Munk)
Irregang
Herausgegeben, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Henriette Herwig und Johannes Waßmer. Redaktionelle Mitarbeit: Verena Holm, Peter Wöhrle
Reihe: Vergessene Schriftstellerinnen
Bd. 2, 2009, 344 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-8258-1780-0


Irregang (1916) erzählt die Lebensgeschichte einer jungen Florentinerin. Im Kloster erzogen, wird sie früh verführt, verlassen und verstoßen. Als Nobelprostituierte geht sie von Hand zu Hand, bis ein florentinischer Marchese sie als Geliebte aufnimmt. Nach seinem Tod folgt sie seinem Freund, einem deutschen Gelehrten, als Ehefrau nach München. Dabei ersetzt sie immer nur ein Gefängnis durch das andere: die Dachkammer des Bordells durch das adelige Landhaus, dieses durch das bürgerliche Heim, das für sie keines ist. Die soziale Rehabilitation der "Gefallenen" durch Heirat erweist sich als ihr eigentlicher "Irregang".

Paula Judith Buber, 1877 in München geboren und katholisch erzogen, konvertierte 1907 zum Judentum, heiratete Martin Buber und emigrierte 1938 nach Jerusalem. Sie starb 1958 auf einer Reise in Venedig.

Professor Henriette Herwig ist seit 2003 Inhaberin des Lehrstuhls "Neuere deutsche Literaturwissenschaft" an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.





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