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Dirk Alvermann, Nils Jörn, Jens E. Olesen (Hg.)
Die Universität Greifswald in der Bildungslandschaft des Ostseeraums
Redaktion: Stephanie Irrgang
Reihe: Nordische Geschichte
Bd. 5, 2007, 400 S., 39.90 EUR, 39.90 CHF, br., ISBN 978-3-8258-0189-2


Die Universität Greifswald war immer eine feste Station im Wegenetz europäischen Geistes im südlichen Ostseeraum. Sie war zur Zeit ihrer Gründung (1456) die nordöstlichste Universität des Heiligen Römischen Reiches und neben Rostock die einzige im südlichen Ostseeraum. Bedingt dadurch erlangte sie nicht nur als Landesuniversität für die Herzogtümer Pommern und die angrenzenden brandenburgischen und mecklenburgischen Gebiete hohe Bedeutung, sondern zog auch Besucher aus Dänemark, Finnland, Norwegen, Polen, Schweden und den baltischen Gebieten bis hin nach Rußland in hoher Zahl an. Die Greifswalder Alma mater entwickelte sich schnell zu einer Ostseeuniversität, die das Beziehungsgeflecht des hansischen Wirtschaft-, Verkehrs- und Kommunikationsraumes nutzte und mit neuen Inhalten füllte. Als Schnittstelle zu den deutschen Kultur- und Bildungstraditionen und ihren aktuellen Entwicklungen hat die Universität Greifswald fortan zahlreiche Impulse in die Bildungslandschaft des Ostseeraums vermittelt und - insbesondere am Ende des 18. Jahrhunderts - auch von dort empfangen und so wesentlich zur Vermittlung nordeuropäischer Kultur und Bildung in Deutschland bzw. deutscher Kultur und Wissenschaft im Ostseeraum beigetragen.

Aus Anlaß ihres 550jährigen Bestehens widmen sich die Beiträge dieses Bandes den Fragen der allgemeinen Universitätsgeschichte, der Studentenmigration, der Herkunft des Lehrkörpers, des wissenschaftlichen und kulturellen Austauschs, der Lehrprogramme und Bildungstraditionen im Ostseeraum und darüber hinaus , die die Alma Mater Gryphiswaldensis seit ihrer Gründung aktiv mitgestaltete.





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