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Carina Deuß
Erfolgsfaktoren von Tennisvereinen
Eine empirische Analyse
Reihe: Schriften zur Körperkultur
Bd. 72, 2016, 248 S., 29.90 EUR, 29.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13251-2


Tennis war viele Jahre lang eine der attraktivsten und beliebtesten Sportarten in Deutschland. Vor allem in den 1970er und 1980er Jahren erlebte der deutsche Tennissport einen beispiellosen Aufwärtstrend und erreichte 1994 mit fast 2,3 Millionen Mitgliedschaften seinen Höhepunkt. Seitdem sind die Zahlen jedoch rückläufig und der Deutsche Tennis Bund verliert über ein Drittel seiner Mitglieder. Die Tennisnachfrage hat sich verändert und der voranschreitende Rückgang der Mitgliederzahlen stellt die Vereine vor große Herausforderungen.

Allerdings verzeichnen nicht alle Tennisvereine rückläufige Mitgliederzahlen. Es gibt durchaus Vereine, die Mitgliederzuwächse registrieren, deshalb als "erfolgreich" bezeichnet werden können und sich in der Tennisvereinslandschaft als stabile Größe etabliert haben. Doch wie unterscheiden sich erfolgreiche von erfolglosen Tennisvereinen? Welche Faktoren sind dabei von besonderer Bedeutung?

Der Wissensstand zu dieser Problematik weist zahlreiche Lücken auf und es sind nur wenige wegweisende empirische Studien mit ansprechend reflektierten und geprüften Methoden erkennbar. An dieser Stelle setzt die vorliegende Untersuchung an. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen dem Vereinserfolg, gemessen an der langfristigen Entwicklung der Mitgliederzahlen, und verschiedenen Merkmalen von Tennisvereinen aufzuzeigen. Auf Basis einer Reanalyse sämtlicher bis dato vorliegender Studien zur Tennisvereinsentwicklung wird ein Modell entwickelt, das relevante Merkmale eines Tennisvereins in sechs inhaltlich geschlossene Dimensionen einteilt. Es folgt eine lineare Regressionsanalyse, die Daten zu 122 Tennisvereinen aus NRW weiterführend untersucht.

Die Analyse zeigt, dass für den Erfolg eines Tennisvereins, neben zahlreichen weiteren nicht erfassten Einflussgrößen, insbesondere eine "ausgeglichene" Mitgliederstruktur von entscheidender Bedeutung ist. Dabei besitzen Tennisvereine mit vergleichsweise hohen Kinder- und geringen Seniorenquoten höhere Erfolgschancen.





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