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Gerd de Bruyn, Ferdinand Ludwig, Hannes Schwertfeger (Hg.)
Lebende Bauten - Trainierbare Tragwerke
Reihe: Kultur und Technik. Schriftenreihe des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart
Bd. 16, 2009, 208 S., 24.90 EUR, 24.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-10483-0


Die Baubotanik kann als eine genuin moderne Spielart des Bauens und Planens angesehen werden, bei der die Verwendung lebender Pflanzen für räumliche Konstruktionen erforscht und erprobt wird. Sie nimmt die Natur wörtlich und löst auf pragmatische wie auch spekulative Weise das ein, was heute unter einem "unmittelbaren" Umgang mit Natur verstanden werden kann: Ein Planen mit lebenden Baustoffen, das sich die "konstruktive Intelligenz" der Pflanzen zunutze macht, die dabei zum Einsatz kommen - wobei Architekten und Nutzer allerdings auch immer der "Biodynamik" unkontrollierbarer Wachstumsprozesse ausgesetzt sind. Der Gegensatz von geplanter Kontrolle und ungeplantem Kontrollverlust wird in besonderer Weise produktiv, sobald tote und lebendige Konstruktionselemente - z. T. in harter Fügung - miteinander verbunden werden.

Die Beiträge dieses Bandes gehen auf die Konferenz "Lebende Bauten - Trainierbare Tragwerke" zurück, bei der sowohl botanische Grundlagen wie auch architektur- und kulturtheoretische Konsequenzen der Baubotanik diskutiert wurden.





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